Sitzung der BVV in xhain zur Ohlauer: öffentlich aber bitte nicht für alle!

Nachdem der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg in dem Konflikt um das von Refugees besetzte ehemalige Schulgebäude in der Ohlauer Straße in Kreuzberg keine sonderliche Glanzleistung bei seiner Öffentlichkeitsarbeit und Informationspolitik gemacht hat, hat er sich heute erneut einen Fauxpas geleistet. Die Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung verzögertere sich um eine dreiviertel Stunde, weil nicht alle Menschen, die zugucken und zuhören wollten, hineingelassen werden sollten. Nachvollziehbar, dass der Bezirk mit den Erfahrungen des letzten „Besuchs“ von Refugees und deren Unterstützenden bei einer BVV-Sitzung ein ähnliches Chaos verhindern wollte. Aber es wirkte wieder sehr ungeplant, wurde überhaupt nicht kommuniziert und es standen keinerlei Alternativen (bsw. Übertragungsmonitore) zu Verfügung.

Stau auf der Treppe zur Besuchertribüne der BVV

Stau auf der Treppe zur Besuchertribüne der BVV

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Dann Stau vor dem Eingang zur Besuchertribühne

Schließlich kein Weiterkommen ohne gelbes oder blaues Ticket. Am Ende kamen dann doch alle hinein.

Schließlich kein Weiterkommen ohne gelbes oder blaues Ticket. Am Ende kamen dann doch alle hinein.

Zuerst wurde nur auf die Besuchertribühne gelassen, wer ein gelbes oder blaues Besucherticket bekam und die waren Journalisten, Abgeordneten oder sonst irgendwie im Auge der Bezirksamtmitarbeitenden für politisch wichtig empfundenen Personen vorbehalten. Irgendwann forderten die Mitarbeitenden Journalist*innen auf, das Filmen der Szenen am Eingang zu unterlassen. Angedroht wurde der Rausschmiss. Die Begründung hierfür war, dass sie sich aus Persönlichkeitsgründen unwohl mit den gemachten Aufnahmen fühlten.

Nach langem Warten und langem Diskutieren kamen dann doch alle Personen auf die Besuchertribühne und konnten der Sitzung passiv, als auch teilweise sehr aktiv, beiwohnen. Fragen bleiben: Warum wurden nicht direkt alle hineingelassen, wo relativ schnell sich abzeichnete, dass genug Platz war? Warum hatte der Bezirk keine Alternativen zur Verfügung gestellt, wie einen Übertragungsmonitor? Und warum wurde weder auf der Homepage, noch vor Ort transparent über den Vorgang aufgeklärt?

Dem Bezirk ist auf jeden Fall keine böse Absicht dabei zu unterstellen – mindestens aber ein weiteres Kapitel in einer misslungenen Öffentlichkeitsarbeit.

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