Fotos und Kurzbericht Antira-Demonstration in Marzahn 08.12.2014

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Antirassistischer Demonstrationszug zieht durch Marzahn // CC greenythekid

Etwa 500 – 700 Personen demonstrierten gestern in Marzahn gegen eine zeitgleich stattfindene rassistische Demonstration, die versuchte gegen den Bau einer Unterkunft für Refugees mobilzumachen. Vom S-Bahnhof Marzahn zog die Demonstration zur Kreuzung Landsberger Allee/Blumberger Damm, wo für circa eine Stunde eine Kundgebung abgehalten wurde. Unter den Demonstrierenden befanden sich auch Parteipolitiker*innen wie die Bundesvorsitzende der Grünen und verschiedene Parlamentarier*innen aus dem Abgeordnetenhaus.

Mehrere hundert Personen blockierten die Kreuzung Landsberger Allee/Blumberger Damm // CC greenythekid

Aufgrund der hunderten Menschen, die sich an der Kreuzung aufgestellt hatten, musste der rassistische Demonstrationszug mehrfach umgeleitet werden. Anschließend zog die antirassistische Demonstration weiter durch Marzahn bis zum S-Bahnhof Mehrower Allee. Auf dem Weg dorthin wurde eine Person verletzt, als die Polizei gegen mehrere Personen vorgegangen war. Sie hatten sich aus dem Demonstrationszug gelöst, nachdem ein offensichtlicher Neonazi einen Sylvesterböller in Richtung des Aufzuges geworfen hatte.

Polizei nimmt am S-Bahnhof Mehrower Allee mehrere Menschen fest // CC greenythekid

Am S-Bahnhof Mehrower Allee griff die Polizei einen Demonstrierenden an, der laut Zeugenaussagen vorher nicht in Erscheinung getreten war und versuchte ihn aus der S-Bahn zu ziehen. Als sich weitere Demonstrierende näherten, setzte die Polizei gegen sie Schlagstöcke, Pfefferspray und einen Polizeihund ein. Mindestens zwei Personen wurden insgesamt im S-Bahnhof verhaftet, glücklicherweise nicht der Mensch aus dem Zug, der anfänglich festgenommen werden sollte. Solidarische Demonstrierende konnten ihn festhalten.

Bei den anlasslosen Übergriffen wurden auch mehrere Personen leicht verletzt. Auch bei der Rückfahrt hatte die Polizei am Ostkreuz mindestens noch eine Person festgenommen, die ansonsten nicht weiter auffällig gewesen war. Diese polizeilichen Einschüchterungsversuche erschweren das Engagement gegen rassistische Bürger*innen und kriminalisieren politisch aktive Demonstrierende.

Obwohl die antirassistischen Demonstrationen einen wichtigen Gegenpol zu den Aufmärschen der „besorgten Bürger*innen“ darstellen, rufen sie verschiedene Kritiken hervor. Während ein Teil die passive Ausrichtung kritisiert und ein aktivistischeres Vorgehen, wie Blockaden, gegen die rassistischen Demonstration fordert (wie die Woche zuvor in Buch), meint ein anderer, dass der Aufzug aufgrund seines Auftretens und der Parolen nur schwer bis gar nicht zu den Marzahner Bürger*innen durchdringt. Dazu kommt, dass die Gegendemonstrant*innen nicht geschlossen gegen die Rassist*innen auftreten. Während der Redebeiträge von Parteipolitiker*innen versuchten Einzelne mit Zwischenrufen diese zu stören und während der Demonstration wunderten sich einige über die „vielen Hippies“, die mitgelaufen waren.

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