Grüne Woche demaskieren:Fotos Verleihung der Rosa Brille an den Deutschen Bauernverband

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Im Vorfeld der Grünen Woche haben Tierrechtaktivist*innen vom Protestbündnis Grüne Woche demaskieren dem Deutschen Bauernverbandes den Preis „Rosa Brille 2015 “ verliehen und bei dessen Pressekonferenz zur neuen „Tierwohl-Initiative“ in Berlin demonstriert. Das Bündnis „Grüne Woche demaskieren“ zeichnete den Verband am Dienstagmorgen für seine „professionelle Meinungsmache“ mit der „Rosa Brille“ aus. Ausgerüstet mit rosafarbenen Pappbrillen, Transparenten, Schildern und Flugblättern demonstrierten etwa 30 AktivistInnen vor dem Sitz des Bauernverbandes in Berlin-Mitte. Der Justiziar des Verbandes, Stefan Walter, nahm den Preis in Form einer rosa angesprühten Sonnenbrille auf einem Samtkissen entgegen. Kurz darauf zogen die AktivistInnen zur um 11 Uhr stattfindenden Pressekonferenz über die gerade startende „Tierwohl-Initiative“, die maßgeblich vom Bauernverband mit entwickelt wurde. Die Initiative wird vom Aktionsbündnis als bloße Image-Kampagne und Werbetrick kritisiert. In Hannover überreichten gegen 9:15 Uhr am selben Morgen sieben Tierbefreiungs-AktivistInnen eine Rosa Brille an den Geschäftsführer des Landvolks Niedersachsen Helmut Brachtendorf.

Mehr zu der Rosa Brille und der Begründung zur Verleihung: http://gruene-woche-demaskieren.de/themen/rosa-brille/

Luxemburg: Parlament erhält zwei Petitionen für konsequenteren Tierschutz

Das Parlament in Luxemburg hat zwei Petitionen für konsequenteren Tierschutz erhalten CC BY-SA 3.0 Cayambe – Eigenes Werk

In Luxemburg liegt das Minimalziel an Unterstützern für das erfolgreiche Einbringen einer Petition in das Parlament bei 4500 Personen. Eine aktuelle Petition, die Daniel Freres initiiert hat, hat bereits jetzt mehr als 6000 Unterstützende und eine andere liegt bereits zur Prüfung im luxemburgischen Parlament vor. Zu den Forderungen des Petitenten der erst genannten Petition an das Parlament schreibt das Tageblatt aus Luxemburg:
„Freres fordert mehr Respekt vor Lebewesen im Allgemeinen und eine entsprechende Gesetzesänderung. Vergehen gegen Tiere sollen im gleichen Maß bestraft werden wie solche gegen Menschen. Tierquälerei sei kein Kavaliersdelikt. Freres will auch, dass gegen die Tierhaltung in den Zirkussen etwas unternommen wird. Einem Zirkus, der Tiere in Käfigen hält, soll der Aufenthalt in Luxemburg verboten werden.“

In der vorherigen und sich bereits in der Prüfung befindlichen Petition, forderte Eric Henn Ähnliches und bezieht sogar eine weitergehende Kritik mit ein. Das Luxemburger Wort schreibt zu seinen Forderungen: „Luxemburg müsse im internationalen Umfeld deutlich Position beziehen. In einer Welt von Globalisierung und Kapitalismus dürfe der Tierschutz nicht zu kurz kommen. Es sei an der Zeit ein klares Signal an die potenziellen Tierquäler zu setzen.“

Die Petition von Daniel Freres nachlesen könnt ihr hier:
Petition Sanctionner sévèrement les bourreaux d’animaux!
Wenn ihr den Text der Petition von Eric Henn findet, könnt ihr den gerne einschicken. Und wenn jemand die Zeit findet, die Petitionen vom Französischen ins Deutsche zu übersetzen, sehr gerne! Nachahmung in Deutschland ist durchaus erwünscht.

FDP will investigative Tierschutzrecherche stoppen

Die agrar- und ernährungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Christel Happach-Kasan hat sich in einer Pressemitteilung vor drei Tagen dafür ausgesprochen, dass investigative Aufnahmen von Grausamkeiten und Misständen in der Tierhaltung nicht mehr für öffentliche Berichterstattungen genutzt werden dürfen (siehe hier). Wenn die staatlichen Stellen ihre Aufgaben pflichtgemäß erledigen und das Tierschutzgesetz ausschließlich eine leidlose Haltung legitimieren würde, wäre das kein Problem. So ist es aber eine herzlose Frechheit.